Dienstag, 2. Mai 2017

Leichte Führübungen usw. am 1. Mai, Teil 2

Es geht weiter mit Führbildern und dem Ausklang des gemütlichen Nachmittags

 Wir haben am 1. Mai nichts Schweres mit Chiwa und Prima gemacht ... nur so Dinge wie Führen ober die Stangen, mal mit Prima vorn, mal mit Chiwa vorn. Später dann auch im Slalom um die Stangen rum.

 Was wir an dem Tag auch noch kurz geübt haben, war Rückwärtsrichten durch zwei Stangen ... hat Ines aber nicht fotografiert, deshalb kann ich davon hier kein Bild reinstellen.

 Ruhig waren die beiden auch da.

Jürgen und ich hoffen deshalb, dass wir die beiden in ihrer gewohnten Atmosphäre nur mit Herrchen und Frauchen und ab und zu Ines als Besuch, die sie ja nun schon ein ganzes Jahr von diesen Besuchen her kennen und immer akzeptiert haben, wohl auch wieder hinkriegen.

 Wir haben früher eigentlich nie extrem schwere Dinge von den zwei verlangt und haben das auch jetzt nicht vor ... eben nur wieder zu schaffen, dass solche Dinge wie flüchtende Pferde, die man stundenlang nicht zu fassen kriegt, wieder bald Vergangenheit werden .. und auch ein Pferd, das beim Putzen wütend mit dem Hufen stampft, nicht mehr vorkommen wird.

 Da rechts hat Ines Chiwa und mich beim Stangen-Slalom aufgenommen, wo die Kurven dann viel enger gelaufen werden mussten als zwei Tage vorher bei den Hütchen.

 Steh auf Kommando neben Herrchen und Frauchen muss natürlich auch klappen wie hier bei Jürgen und Prima gut zu sehen ... und man sieht, mit ganz losem Führstrick.

 Und Chiwa und ich waren da wieder beim Stangen-Slalom.

 Beim Foto oben bin ich nicht sicher, was ich da mit Chiwa mache .. kann sein, dass wir gerade dabei sind, uns umzudrehen, damit ich sie danach rückwärts durch zwei Stangen schicken konnte.

Links mussten wir auf Boomer aufpassen, denn da kam gerade ein Hund vorbei.

Und da waren wir dann fertig. Am Anbinder gab es dann die Leckerlis zur Belohnung für liebe Pferde, die alles gut gemacht hatten.

Chiwa kontrolliert schonmal meine Tasche und sagt, "Frauli, ich war ein liebes Pony, nun gib doch endlich".







 Nicht nur Frauchen hatte da Leckerlis für brave Pferde, sondern natürlich auch Herrchen und die Ines.



 Nach dem Training bin ich dann nochmal ein Weilchen nach unten gegangen, weiter abäppeln.

 Chiwa blieb noch eine Weile oben bei Ines und Jürgen, Prima kam mit gleich hinterher gelaufen.

 Nach einer Weile kam Chiwa dann auch dazu.

 Sehr lange habe ich allerdings nichts tun können, denn dann kam Ines zu mir runter und fragte, ob ich wüsste, wo die Penatencreme sein könnte, weil sie und Jürgen unter Chiwas Maul eine schorfige Stelle entdeckt hatten.

Wir haben nicht feststellen können, ob das nun eine alte Scheuerstelle sein kann oder vielleicht ein Insekt Chiwa da gestochen haben kann, wovon das gekommen ist. Die ersten Zecken haben wir an Boomer nämlich auch schon entdeckt.

 Ich hatte noch alte Creme da, habe aber heute neue besorgt, denn ich vermute, es wird ein paar Tage dauern, bis diese Stelle wieder heil ist.

Penatencreme ist sehr gut dazu, die lästigen Insekten von so kleinen Wunden fernzuhalten, denn die schmilzt nicht, sondern klebt wunderbar und schützt so derartige Sachen.
Ich habe am 1. Mai auch noch ein paar Naturaufnahmen gemacht, zum Beispiel von den blühenden Felsenbirnen bei uns, aber die lade ich dann im Hufrehe-Blog unter meiner diesjährigen Pflanzenreihe hoch.

LG
Renate

Leichte Führübungen usw. am ersten Mai - Teil 1

Das Wetter war an dem Tag noch sehr freundlich

Als wir heute aus dem Stall nach Hause gefahren sind, fing es gerade an zu regnen.

Laut Wetterbericht soll es die ganze Nacht durch regnen.

Diese drei Blumenfotos habe ich in unserer Straße am 1. Mai auf dem Weg zum Auto gemacht, als wir uns mit Ines bei den Pferden verabredet hatten.

Bald sollten auch die Maiglöckchen soweit sein, aber noch blühen sie nicht, sondern es kommen erst nur die Blätter aus dem Boden.

Da waren wir bei den Pferden angekommen, die beide auf dem unteren Weideabschnitt am Grasen waren, aber nun natürlich ankamen, ihr Müsli schnabulieren.










Der Boden war nicht nass. Jürgen ist deshalb zum Parken auf die Koppel gefahren.

Da gab es dann wie immer erstmal Müsli, denn das kennen Prima und Chiwa halt so.

Danach haben Jürgen und Ines Prima und Chiwa zunächst gestriegelt und ich bin runter, ein paar Pferdeäppel sammeln, bis das Führtraining losgehen konnte.
 Die beiden Pferde waren beim Striegeln entspannt, auch Prima. Keins hat mit den Hufen aufgestampft. Ich frage mich noch immer, warum unsere Große solche Dinge ausgerechnet bei einem Kind gemacht hat, habe schon so viel darüber gelesen, wie Pferde Menschen spiegeln und wie sie dann reagieren können, aber wirklich genau verstehen tue ich das alles immer noch nicht.

Weil es so warm war, haben wir alle erstmal unsere Jacken ausgezogen, obwohl keiner von uns noch eine dicke Jacke an hatte. Trotzdem war das immer noch zu viel bei dem schönen Wetter am ersten Mai.









Da war ich dann unten am Abäppeln, während Jürgen und Ines noch am Striegeln waren.

Die Schaf-Mamis mit den kleinen Lämmern laufen jetzt übrigens bei der übrigen Herde .. oben ist eins der Lämmer weiter rechts gut zu sehen.

 So .. da geht es los mit diesem Stangen-Bogen, den uns Jürgen zwei vorher ausgelegt hatte. Das war dann mal etwas Abwechslung.

Gegen Abend haben wir allerdings festgestellt, dass Chiwa direkt unterm Maul eine schorfige Stelle hat, wo das Halfter drauf drücken könnte.

Ich creme das deshalb seit gestern Abend erstmal laufend dick mit Penatencreme ein und sie kriegt mal einige Tage Pause, bis das wieder abgeheilt ist.

Keine Ahnung, wie die Stelle da hingekommen sein könnte, ob es ne Scheuerstelle oder aber vielleicht von einem Zeckenbiss sein kann.

 Na ja .. es wird heilen und dann üben wir weiter. Uns jagt ja keiner.

Mit dem Foto links höre ich in diesem Teil mal auf .. es geht aber noch weiter mit der zweiten Hälfte Fotos vom 1. Mai.

Bis bald.

LG
Renate

Montag, 1. Mai 2017

Wie Pferde uns spiegeln

Ein toller Text von einer Pferdepsychologin



Die ganze Homepage ist klasse, es lohnt sich, außer den Text oben zu lesen, auch einmal darin rumzublättern und noch mehr zu lesen.

Nachti
Renate

Was Pferde uns mit ihrem Verhalten uns gegenüber sagen

 Schöne Texte über die Ausdrucksweise von Pferden Menschen gegenüber und überhaupt

Also Pferde spiegeln uns Menschen und das, was sie mit uns erleben .. aber wie genau können wir erkennen, wenn es kein Wohlbefinden ist, was wir da erleben, was denn diese Pferde gestört hat, wenn sie sich eben nicht wohlfühlen, sondern ein Verhalten zeigen, dass auffällig und alles andere als gut ist?

Dazu suche ich mal ein bisschen rum. Unter den Links kopiere ich nur mal die wichtigsten Stellen raus, die mir dabei ins Auge stechen.

https://www.st-georg.de/hintergrund/rollkur/happy-athelete/#jtsvm-close

Daraus dann mal:
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Was man einem Pferd im Training abverlangen darf, ohne es vom glücklichen zum unglücklichen Athleten zu machen, wird heftig diskutiert. Aber das Problem ist keineswegs nur im Spitzensport präsent, auch der Freizeitreiter muss sich kritisch damit beschäftigen, woran er erkennen kann, ob sich sein Pferd wohl fühlt. Dr. Ulrike Thiel, die in den Niederlanden das Institut für hippische Sportpsychologie und Equitherapie Hippo Campus betreibt, hat sich Gedanken zum von der FEI propagierten Begriff „Happy Ahlete“ gemacht.
Ich beobachte meine Pferde nicht nur während der Arbeit, sondern auch in der Zeit dazwischen. Meine Pferde leben in einer Gruppe, dabei kann man Verhaltensmuster besser beobachten als bei Einzelhaltung im Stall. Zum Beispiel:
• Wie kommt das Pferd nach der Arbeit auf die Weide oder den Paddock zurück?
• Ist es müde, aufgeregt?
• Muss es sich nach dem Training in der Weide durch Bewegung oder Aggression an anderen Pferden abreagieren?
• Zieht es sich zurück oder sucht es den Kontakt?
• Lässt es sich gerne zur Arbeit holen? Kommt es von sich aus und drängt sich geradezu vor oder bleibt es abwarten stehen und zeigt mir etwa durch Zögern oder Wegdrehen an, dass es eigentlich keine Lust hat?
• Wie steht es vor und nach dem Training auf dem Putzplatz?
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Das Wissen über diese Mechanismen und Prozesse kann sich der Ausbilder beim therapeutischen Reiten zu nutze machen, da Pferde durch ihr sehr gut entwickeltes soziales „Gespür“ unsere wahren Impulse sehr genau wahrnehmen. Sie spüren instinktiv, was jemand tatsächlich meint und will. Pferde fühlen versteckte Aggression, Unsicherheit und Dominanzstreben genauso wie Entspannung, Sicherheit und vollständige Zuneigung reagieren deutlich darauf.
Es gibt viele Gründe, die das Verhältnis von Mensch und Pferd trüben können. „Negative“ Signale des Pferdes werden etwa als persönliche Abneigung gedeutet und Versuche des Pferdes, sein eigenes Gleichgewicht bewahren, zu können als vorsätzlich böswillige Versuche interpretiert werden, dem Reiter zu schaden oder „ihn auszuprobieren“. Man hört dann häufig auch: „Wie undankbar! “ oder „Er will nicht für mich arbeiten“. Außerdem ist es für den Menschen als Spezies, gerne alles unter Kontrolle hat, schwer zu akzeptieren, dass das Pferd – im Gegensatz zum Menschen als  Flucht und Bewegungstier konzipiert – aus menschlicher Sicht eben nicht hundertprozentig kontrolliert werden kann.
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 Wir merken können sehr direkt merken, ob das Pferd sich wohl fühlt bei dem, was wir tun, bei einer Dressurprüfung, beim Freilaufen im Viereck, beim Longieren oder bei einem Ausritt stattfindet. Wenn wir verstehen, was das Pferd uns mit seiner Körpersprache erzählt und welche Stimmungen an bestimmte Körperhaltungen und Bewegungen gekoppelt sind, dann sagt uns das meist sehr genau, was wir richtig und was wir verkehrt gemacht haben. Da Pferde sich in Bewegung und Körperhaltung mitteilen ist es wichtig Ver-Spannung, Ent-Spannung und An-Spannung zu unterscheiden und zu erkennen wann Bewegung fließt und wann sie irgendwo blockiert ist. Man könnte sagen – so wie ein Pferd sich fühlt so bewegt es sich und auch andersrum so wie es bewegt wird, so muss es sich auch fühlen. Dies kann man vom Boden aus sehen und vom Sattel aus sehr direkt fühlen. Voraussetzung für diese Harmonie ist, dass das Pferd sich in einem ausgeglichenen psychischen Zustand befinden kann. Mit anderen Worten, dass es geistig und körperlich im Gleichgewicht ist.
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Wie sich dieser Stress langfristig auf welches Pferd auswirkt, hängt sehr von seiner körperlichen und psychischen Entwicklung ab. Manche Pferde (meist von Natur geborene Herdenbosse) protestieren, andere werden sehr unsicher und andere ertragen ihr Los dadurch, dass sie sich vergleichbar einem missbrauchten Kind aus ihrem Körper „beamen“ und  weitermachen ohne „anwesend“ zu sein, bis es auch zu körperlichen Auswirkungen kommt. Auch Magengeschwüre bei solchen Reitpferden sind inzwischen nicht mehr selten
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http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/siegburg/Wenn-Pferde-zu-Therapeuten-werden-article3416808.html

Und auch daraus mal die besten Passagen .. sonst selbst alles lesen:

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Anfang Oktober hat die Diplom-Agraringenieurin, Seelsorgerin und Heilpraktikerin (Psychotherapie) den Betrieb gekauft. Schon als Kind ist die heute 58-Jährige aus der Nordeifel geritten. „Naja, Reiten kann man das eigentlich nicht nennen. Eher war es auf dem Pferd sitzen“, sagt sie und lächelt. Im Februar 2011 haben ihr ihre Kinder einen Gutschein für Reitstunden geschenkt, nur wenige Monate später kaufte Hoffmann ihr erstes Pferd: die Warmblutstute Venta.
Heute stehen 35 Pferde in den Stallungen, 15 davon gehören ihr. „Die Schulpferde sind meine wertvollsten Mitarbeiter“, erklärt sie. Außerdem besitzt Hoffmann auch Therapiepferde. „Ich führe eine Beratungsstelle, und irgendwann habe ich angefangen, meine Klienten mit zu Venta zu nehmen. Das Pferd hat immer anders auf die unterschiedlichen Personen reagiert. Da habe ich mich gefragt, wo sind die Zusammenhänge?“, sagt sie und streichelt Pollux liebevoll über die weiße Blesse auf seinem braunen Pferdekopf.
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Um halb sieben morgens geht es dort los: Füttern, Pferde auf den Paddock bringen, ausmisten. Nachmittags stehen Reit- oder Therapiestunden auf dem Plan. Zu Hoffmanns Klienten zählen Menschen mit Ängsten, Burnout oder wenig Selbstbewusstsein. „An dem Verhalten von meinem Haflinger Samantha sehe ich sofort, ob eine Person versteckte Aggressionen in sich trägt. Pferde sind Spiegel für das Herz eines Menschen. Sie lassen sich nicht täuschen“, erklärt sie. 
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Auch für Opfer von Missbrauch sei eine tiergestützte Therapie sinnvoll. Hoffmann bietet außerdem Coaching mit Pferden an. „Für Teambildung oder zur Verbesserung von Führungsstilen ist das super. Man sieht sofort, ob eine Führungskraft Angst oder eine natürliche Autorität hat“, sagt die Pferdenärrin. Noch ist Hoffmann in der Aufbauphase: „Es ist viel geplant. Oben im Gebäude ist ein großer Raum, der als Veranstaltungsort genutzt werden soll, aber noch umgebaut werden muss. Zum Reiten kommt sie deshalb im Moment weniger. Trotzdem verbringt sie jede frei Minute bei ihren Pferden: „Es ist sehr erfüllend“, sagt sie.
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Also ... es geht irgendwann weiter damit, mehr Infos darüber zu suchen, warum sich Pferde so panisch verhalten können, wie wir das in den letzten Monaten erlebt haben.

Ich halte mich eigentlich selbst für einer eher ängstlichen und nicht unbedingt selbstsicheren Menschen, aber bisher habe ich es nicht erlebt, dass meine Pferde vor mir weglaufen und sich nicht mehr anfassen lassen wollen.

Auch Ines ist eher ängstlich gewesen, als sie die ersten Male bei uns dabei war und hat sich ganz vorsichtig an Prima rantasten müssen. Bei Chiwa ging das schneller, weil die für Ines weniger furchteinflößend war. Aber weggelaufen sind die Pferde vor Ines nie, im Gegenteil, sie kommen wie bei Jürgen und mir eigentlich immer an und sind sehr neugierig und verschmust.

Jetzt sind wir aber erstmal wieder eine Weile bei den Pferden, waren heute früh auch schonmal dort und alles war okay.

LG
Renate