Donnerstag, 30. Juli 2020

Frau Dr. Weyrauch über alte Pferde

.. und auch Tipps für die Fütterung dieser alten Pferde von ihr


Das ist jetzt über 2 Jahre her.

Prima und Chiwa waren noch halbwegs normal im Gewicht ... ihr Pferdefreund Thunder war kurz vor seinem Tod plötzlich sehr dünn geworden.

Man hat uns immer vorgeworfen, wir hätten die Tiere hungern lassen. Nein haben wir bestimmt nicht.

Sie hungern auch jetzt nicht, im Gegenteil .. es kostet viel Geld, auch unsere beiden jetzt mit doch etlichen fehlenden Zähnen mit Heucobs zuzufüttern.

Prima jetzt in diesem Sommer, trotz Weidegang, trotz zusätzlicher Heucobs und viel Mühe, trotz teurer und regelmäßiger Zahnbehandlung durch entsprechend ausgebildete Zahn-Tierärztinnen.

Ich bin überzeugt davon, dass Prima, die nie zum Dickwerden neigte, sondern von Natur aus immer eher schlank war, sehr gut gepflegt und gefüttert wird. Trotzdem kann man ihr das Vaterunser durch die Rippen pusten.

Der kleine Schimmel weiter hinten ist Chiwa . auf diesem Foto wirkt sie nicht so dünn wie Prima, obwohl sie eigentlich auch nie der Typ fettes Pferd war und von den Zähnen her noch mehr Probleme hat als Prima, das wissen wir halt.

Auch Chiwa kriegt Heucobs dazu und das kostet viel Geld, eben wegen fehlender Zähne.

Zu Weihnachten wirkt Prima noch molliger .. man sieht, sie hat irgendwie in den letzten Monaten trotz aller Mühe verdammt abgebaut.

Habe Chiwa lange nicht mehr in Ganzaufnahme gesehen, suche mal das letzte Bild, wo man sie ganz sieht. Ich hoffe, sie sieht nicht noch schlimmer aus als Prima. Es wäre nicht die Schuld des Stalls, davon bin ich überzeugt, wenn es so wäre.

Chiwa vor etwas über einem Jahr .. im Juni 19.

Es geht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mal wieder sehen könnte, wie sie heute aussieht, weil ich ja weiß, dass sie beim letzten Zahnarzttermin noch mehr Zähne verloren hat.


Und ich weiß von allen beiden, dass sie mit sehr viel Mühe alle paar Stunden mit eingeweichten Heucobs zugefüttert und auch sonst sehr sorgfältig gefüttert werden.

Die Fotos sind fast alle bis auf das oben, das ich am letzten Tag von den Pferden noch bei uns gemacht habe, als wir auf den Pferdehänger für den Umzug warteten, von der Facebook-Seite von Gnadenhof Gaia's Traum.

Mehr Fotos, Videos und auch eine Möglichkeit, Fan zu werden oder zu spenden findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/GaiasTraum 

Und nun mal .. ich war einfach mal nachlesen bei meiner am meisten geschätzten Pferdefütterungs-Expertin, von der ich immer sehr viel gehalten und früher selbst auch nach ihren Empfehlungen gefüttert habe, zwei Links zu Seiten von Frau Dr. Weyrauch.

https://www.dr-susanne-weyrauch.de/gesundheit/senioren-richtig-und-lebenslustig-fuettern

https://www.dr-susanne-weyrauch.de/vorschlaege/vorschlaege-pferd/das-alte-pferd

Frau Dr. Weyrauch beschreibt da viele Dinge, wie Pferde altern und wie sich das auswirken kann, denn das kommt auch auf den Typ Pferd an.

Wenn Pferde sehr abmagern, kann das auch auf den Abbau von Muskulatur im Alter zurückzuführen sein und genau dieser Abbau von Muskulatur macht sie dann nach ihrer Beschreibung besonders schwerfutterig.

LG
Renate
 


Montag, 27. Juli 2020

Erinnerungsfotos aus Klein-Kühren ab Februar 2013

Trotz zeitweise Hoffnung im Sommer würden wir noch im gleichen Jahr regelrecht panisch gehen


Tja, wie ging es im Februar 13 weiter in Klein-Kühren?

Chiwa stand monatelang tagsüber alleine im Stall bis auf die Zeit, wenn wir kamen und sie mal zusammen mit Prima auf den Reitplatz ließen. Es ging ihr nicht gut und wir hatten irre hohe Tierarztkosten. Die Tierärztin, die uns der Stall empfohlen hatte, hat uns gar nicht gefallen. Sie war teuer und hatte in meinen Augen keine Ahnung von der Behandlung von Hufrehe.



Finchen überlebte eine der zahllosen Koliken, die dort immer wieder durch den Schimmel und mehr im Futter bei diversen Pferden vorkamen, leider nicht. Diese Tierärztin verdiente in diesem Stall gut, die Tiere waren ja laufend krank aufgrund der Mißstände dort .. aber sie unternahm nichts dagegen. Ich kann solche Tierärzte nicht leiden, auch wenn ich verstehe, dass auch die leben müssen. Auch ich muss leben und mache trotzdem nichts an Arbeit, das ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Nichtmal als Texterin, wo ich natürlich auch für unseriöse Seiten sowas wie "Gesundheitstexte" verfassen könnte. Das gehört sich nicht.

Am 1.3.13 war unsere Hochzeit. Marius kam als einziges unserer 6 gemeinsamen Kinder. Ich habe ja 4 und Jürgen auch 2. Viel Geld zum Feiern hätten wir sowieso nicht gehabt. Es war schön, dass Marius den Mut hatte zu kommen, was ich ihm auch heute immer noch hoch anrechne, auch wenn er inzwischen auch nicht mehr kommt.

Am Tag unserer Hochzeit ging wieder eine Einstellerin weg, kurz darauf noch eine.

Aber wir freuten uns darüber, dass unsere Miteinsteller den Stall so süß für uns zur Hochzeit dekoriert hatten.

Das zeigte uns, dass sie uns gern hatten und sich auch darüber gefreut haben, dass wir durch das Ausmisten dafür gesorgt haben, dass die Pferde dort etwas gepflegter standen.




Die süße Torte zu unserer Hochzeit servierte uns die Schwester von beiden, die in unseren Augen an den Mißständen in diesem Stall am meisten schuld hat ... aber sowas war nett. Die Frau war generell nett.

Ihr glaubt sicher kaum, was für zwiespältige Gefühle sowas bei einem auslöst. Wer wechselt schon gern ständig den Pensionsstall?

Links ein Moment des Glücks. Chiwa sprang da Anfang März fröhlich in die Luft und nach und nach ging es ihr erstmal besser.


Das Heu, das der Bauer im Sommer 2013 gemacht hat, sah optisch gut aus. Ob da Sumpfschachtelhalm drin war, kann ich nicht sagen. Dass er auch solche Heuweiden nutzte, haben wir erst Jahre später zufällig entdeckt und sind noch nachträglich sehr böse darüber geworden.

Auf jeden Fall war es kein verschimmeltes Heu, weil das Wetter da zum Heumachen gut gewesen war.




Wir entwickelten im Frühling also erstmal wieder Hoffnung. Hoffnung, dass Chiwa sich erholen würde, Hoffnung auf im kommenden Winter anständiges Futter.

Ein nächster Schock war, als wir entdeckten, dass es in diesem Stall an einigen Ecken in Fesselhöhe befindlichen Stacheldraht gab, den der Bauer an den E-Zaun angeschlossen hatte .. und als wir ihm das sagten, dass das sogar Absicht war. Die Haflinger wären mehrfach weggelaufen gewesen .. das sollte es nun verhindern. Wenn ein Pferd in so einen Zaun gerät, das kann doch tödlich enden.

Chiwa ist ein Pony mit extrem viel Kampfgeist .. sie gab alles, um wieder gesund zu werden, wie man sicher hier sieht.

Die Tierarztrechnung haben wir monatelang abgezahlt, denn das war sehr viel Geld und wäre ohne die Mißstände in diesem Stall überhaupt nicht passiert.







Nicht nachzuvollziehen war in diesem Stall auch ... warum streute der Bauer kurz vorm Anweiden den Pferdemist auf die Weiden?

Wozu entwurmt man denn Pferde, um sowas dann zu tun.

Das ist doch vollkommen widersinnig. Aber es war nicht das Schlimmste, was da passierte.

Dass Finchen nicht in die Tierklinik kam, um ihr zu helfen, lag nicht am Geldmangel, denn bald wurde eine neue junge Zuchtstute gekauft. Ich verstand auch da die Welt nicht mehr.

Wir hatten mitbekommen, dass in diesem Pensionsstall die Pferde nicht angeweidet, sondern von heute auf morgen vom Stall aus direkt 24 Stunden auf die Weide gelassen wurden.

Deshalb gingen wir schon vorher wochenlang mit Chiwa und Prima an der Hand grasen, also Kantengrasen bei langen Spaziergängen und dergleichen.

Auch dieses abrupte Anweiden nur aus Zeitmangel war ein Mißstand in diesem Stall.


Das Weidestück war viel zu klein. Von Ende Mai bis Anfang Juli war es dann nur noch eine reine Wüste und keine Weide mehr, auf der schon im Hochsommer zugefüttert werden musste.

Um genug Wasser kümmerten Jürgen und ich uns, denn wir entdeckten schnell, dass morgens immer zu wenig Wasser gegeben wurde, das schon mittags alle war. Und der Sommer war heiß in dem Jahr.




Nein, es war auch im Sommer 13 nichts mit einfach nur hinfahren und mit unseren eigenen Pferden was tun ... wir richteten unsere Tage so ein, dass wir zur Mittagshitze im Stall waren, Heu gaben, Wasser auffüllten und so weiter statt abends, wenn es kühl gewesen wäre, gemütlich was mit unseren Pferden zu machen und zu entspannen.

Man gönnt sich ja sonst nichts.

Aber wir dachten da noch, im Winter wird das Heu in Ordnung und nicht verschimmelt sein.


Wir machten das Beste aus der Situation, ließen Chiwa und Prima ein wenig auf dem ja nur von uns genutzten Reitplatz grasen, denn da war Gras, auf der Weide ja nicht mehr und saßen im Schatten, während die Wasserwannen gemütlich alle voll liefen, die wir ja einzeln mit dem Schlauch auffüllen mussten.






Auch die andere Schwester kaufte nun noch ein neues Pferd dazu.

Aber an den Wochenenden war nie einer da, wenn die Familie frei hatte .. dann ging es mit den Kindern der einen Schwester zu Ausflügen sonstwohin.

Wozu hält man so viele Pferde, wenn man doch gar nichts mit ihnen tut? Das rechts war die "Weide" im Sommer.




Es war schon wieder eine Miteinstellerin gegangen. Angeblich hatte sie nicht pünktlich bezahlt. Kann stimmen, muss aber nicht. Die kann genauso unzufrieden mit dem Stall gewesen sein wie wir und hat vielleicht deshalb den Preis gekürzt.

Dafür kam Sanni von Anke dazu.

Anke würde uns später noch mehrmals in Notsituation helfen. Damals haben wir uns zunächst wie um alle Pferde auch um Sanni mitgekümmert.
Später würde Sanni unter genauso dramatischen Umständen den Stall wechseln wie Chiwa und Prima.

Genauso wie wir würde Anke später monatelang eine irre hohe Tierarztrechnung abstottern, die sie ohne den Aufenthalt in diesem Stall gar nicht gehabt hätte.











Tja .. mein Mann wie jeden Tag über Mittag bei der Arbeit für alle dort lebenden Pferde .. und wie man sieht, waren das viele.











Tja .. Weideland, das keins war.

Und ich beim Wasserschlauch, der langsam die nächste Wasserwanne vollfüllte.











Ich höre jetzt hier mit dem Sommerfotos 2013 mal auf.

Ich werde bald ab September 13 weitermachen .. denn da passierte die nächste Sache, die gefährlich für die Tiere war .. wieder mal, trotz Absprache, Erklärungen .. nichts verstanden oder nichts verstehen wollen.

Ja manche Pferde halten sowas aus .. Prima tat es auch. Ob es ihr dennoch geschadet hat, ist schwer zu sagen, jedenfalls nicht direkt und das war bei einigen der anderen Pferde auch so, aber längst nicht bei allen.

Was diese Familie für die Tierärztin ausgegeben hat, war so extrem .. ich verstehe das nicht.

Hätte man umsichtig gehandelt, wären die Kosten dafür sicher geringer gewesen als diese irre hohen Tierarztkosten .. zumal, was nutzt es Pferden, sie dann zu behandeln, wenn man vorher dafür sorgt, dass sie überhaupt krank werden?

Diese Logik soll mir doch bitte mal einer erklären.

Also bis bald mit September-13-Fotos.

LG
Renate

Donnerstag, 23. Juli 2020

Erinnerungsfotos aus Klein-Kühren ab November 2012

Ab jetzt gingen die Probleme wirklich los


Im November 2012 kamen die Pferde dann in Klein-Kühren nachts in ihre Boxen und tagsüber in teils getrennten Gruppen in die Ausläufe auf dem besagten Maisfeld, das ich im Teil davor schon angesprochen habe.

Jürgen und ich hatten versprochen, immer beim Ausmisten zu helfen. Das taten wir auch und haben deshalb wohl die Mißstände in diesem Stall auch sehr hautnah und schnell mitbekommen.



Irgendwie war diese Familie ja so nett und wir hatten eben mitbekommen, dass alle sehr viel gearbeitet haben und vor allen Dingen die eine Schwester, die sich überwiegend um die Pferde kümmerte, in ihrem Job locker einen 12-Stunden-Tag hatten.

Wir wollten halt gern helfen und misteten deshalb jeden Tag 4 Boxen aus. Das war viel Arbeit, denn es standen da ja recht viele Pferde.





Zu Anfang waren Chiwa und Prima noch gesund. Wir waren bei einem Show-Tag bei der Reitschule Först gewesen und begeistert dabei, mit Chiwa und Prima eine Shownummer nach Musik einzuüben und freuten uns schon darauf, dass mal der Familie dort und auch den Miteinstellern zu zeigen, was aber nichts mehr werden würde.

Auch viele der Miteinsteller gingen damals nach und nach. Was uns teils über die erzählt wurde, glauben wir nach den Erfahrungen von uns selbst heute nicht mehr unbedingt. Es muss nicht stimmen, auch die können aus Frust gegangen sein oder geflogen, weil sie sich beklagt haben.

Sehr schnell ist uns aufgefallenm dass laufend die Heulage verschimmelt war, wirklich fast jeder Ballen.

Auch die eine der Schwestern beklagte sich laufend darüber. Der Mann ihrer Schwester wiederum beklagte sich darüber, dass seine Frau anders als abgesprochen viel zu viele eigene Pferde angeschafft hätte. Die Frau dieses Mannes wiederum beklagte sich darüber, wieso sie denn eigentlich frühere Einsteller nicht mehr grüßen würden, die hätten doch mit ihrer Schwester Stress gehabt und nicht mit ihr. Wir haben das alles durchschaut .. und ja die meiste Schuld an den Problemen hat sicherlich eben diese verheiratete Schwester, die sowohl ihren Ehemann als auch ihre eigene Schwester da extrem unter der Fuchtel hatte. Und so viele eigene Pferde machten alles dort auf dem Hof vermutlich zu einem Riesenproblem .. auch die Herstellung des Futters. Der Mann musste sich die Geräte zum Heu- und Heulagemachen nämlich immer von seinem Bruder leihen. So ist es zu verstehen, wenn der im Regen Heu machte und dergleichen und weil sicherlich auch Geld fehlte und er viel Heu und Heulage auch verkaufte, hat er genau aus dem Grund sicher auch auf Flächen Futter gemacht, die dafür nicht geeignet waren wie mit Sumpfschachtelhalm durchsetzten Sumpfweiden und eben viel zu spät auf Öko-Weiden, wo man zur Normalzeit, wenn Heu gemacht werden sollte, noch nicht mähen darf.
Mein Sohn Marius mit im Stall, der uns damals zu Weihnachten besucht hatte.

Ja damals kam er noch ab und zu zu Besuch und es bestand sonst auch per E-mail und Telefon Kontakt.

Warum plötzlich heute nicht mehr, ja seit seiner Hochzeit, wir haben absolut keine Ahnung und verstehen es auch nicht.

Aber man lernt im Alter mit großen Enttäuschungen zu leben und einfach nur noch den Rest seines Lebens dennoch zu genießen.

Wenn die Zeit, bis einen der Sensemann holt, immer kürzer wird, sagt man sich irgendwann, nicht ärgern, nur wundern und beginnt, jeden Tag, der einem noch bleibt, trotzdem zu genießen .. weil man nicht weiß, ob es überhaupt noch viele Tage sein werden, die man auf dieser Welt bleiben darf.

Unseren Pferden ging es da trotz des schlechten Futters noch gut .. es würde aber nicht mehr lange so bleiben.




Zu Weihnachten zerstach uns irgendeiner zwei Autoreifen. Wir leben ja in einer Sozialsiedlung und da passieren solche Sachen zuweilen. Wir mussten also zwei neue bestellen und das dauerte ein paar Tage.

Wir fuhren zwar immer abends in den Stall, aber nur mit dem Bus und liefen auch das letzte Ende dann zu Fuß, konnten aufgrund der schlechten Busverbindung auch nicht sehr lange bleiben und sahen Chiwa und Prima dann nur in ihren Boxen.




Erst als das Auto wieder heil war, haben wir gesehen, dass Chiwa eine Trittverletzung hatte und stark lahmte.

Wir gingen also erstmal von einem Tritt aus.

Heute vermuten wir, sie hat da mit Hufrehe begonnen, wegen der eiligen Versorgung .. ja immer schnell schnell husu ...was da so üblich ist ...hat sie sicher eins der anderen Pferde im Auslauf getreten, weil sie auch keiner isoliert hat. Bescheid gesagt hat uns auch keiner.



Wir baten darum, Chiwa und Prima von der großen Gruppe auf dem Maisfeld zu trennen, denn es gab einen freien Auslauf, wo sie auch nur zu zweit hätten stehen können. Das wurde aber nicht gemacht und wir wurden langsam sehr unzufrieden mit diesem Pensionsstall. Auch mit dem Verhalten.

Nett lächeln hilft nicht, wenn Pferde so schlecht behahdelt werden.

Eins der eigenen Pferde war in eine aufgeschnittene Blechtonne getreten und hatte sich so schwer verletzt, dass es monatelang in der Box stehen musste.

Chiwa ging es immer schlechter, auch dann trotz Boxenruhe und nur wenn wir da waren, kurz Auslauf mit Prima auf dem Reitplatz, die ansonsten bei den anderen blieb und die arme Chiwa alleine in ihrer Box .. die auch keiner nach nebenan stellte, wo ja zwei Pferde wegen der Erkrankung des einen, gemeinsam auch in den Boxen standen und sie nicht alleine gewesen wäre .. alles wirklich nicht schön und sehr ärgerlich.

Wir holten die Tierärztin, die auf dem Hof impfte, die taugte nichts, aber stellte zumindest Hufrehe fest und gab uns Heparin.

Weil wir Heparin morgens und abends spritzen mussten, stellten wir dann fest, dass entgegen unserer Absprache die Pferde dort mit viel zu vielen hoch selenhaltigen Holstenstolz-Pellets gefüttert wurden . .wohl um den Heumangel auszugleichen, der tagsüber da war, denn es hatte ja keiner Zeit, die Tiere wirklich anständig zu füttern.

Das Wasser war übrigens auch eingefroren und wir kümmerten uns auch ums Tränken aus der Gästetoilette .. eine Sauarbeit war das. Wir tränkten alle Pferde auch tagsüber .. wer es dort heute tut, ist schwer zu sagen.

Ein Eimer Wasser für eine ganze Gruppe von Pferden auf diesem Maisfeld für 10 - 12 Stunden draußen .. was ist denn das? Nichts. Und dazu ein wenig Heulage .. schnell hingeschmissen, bevor diese Frau dann stundenlang zur Arbeit musste und erst spät abends zurück kam. Ihre Schwester und deren Mann kümmerten sich nicht. Es gab viele Zwist in dieser Familie, was man zwangsläufig mitbekam.

Etliche Pferde kriegten Kolik. Chiwa nur Hufrehe .. eventuell auch von zu vielen Pellets eine zusätzliche Selen-Rehe, was ich bis heute nicht weiß .. Prima hielt das aus damals.

Nicht jedes Pferd ist gleich empfindlich.

Manche der Pferde dort hatten keine Kolik.

Aber wir erfuhren auch besonders vom Mann der einen Schwester von extrem vielen Todesfällen der eigenen Pferde dort auf dem Hof innerhalb der letzten 10 Jahre .. auch an Kolik, aber auch anderen Dingen. Hufrehe war auch dabei.

Aber daran, dass es am schlechten Futter liegen könnte, dachte wohl keiner.



Ich bin jetzt ca. im Februar 2013 angekommen. Damit höre ich auf.

Das Schlimmste, was dort passierte, war da noch gar nicht passiert .. es würde also noch viel schlimmer kommen.

Dazu dann später mehr. Heute ist es genug.

LG
Renate