Mittwoch, 20. Juli 2016

Tierisch heiß draußen/fliegende Ameisen sind weitergezogen

Wie es bei den Pferden so läuft




Gestern Abend habe ich in unserem Haupt-Blog erzählt, dass bei uns auf der Weide hunderte oder sogar tausende von fliegenden Ameisen waren, die man von den Pferden überhaupt nicht weg gejagt kriegte, aber die sind heute früh weg gewesen, sind wohl weiter gezogen. Das muss so ein Hochzeitsflug gewesen sein. Ich stelle Euch unten mal den Link dazu rein, wo Ihr mehr darüber lesen könnt.



 Der Wetterbericht hatte recht. Heute ist es wirklich extrem heiß draußen. Es war schon anstrengend, nur eine Schubkarre voll Pferdeäppel einzusammeln und anschließend einkaufen zu gehen.

Nun sind wir erstmal drinnen und ich würde sagen, wir lassen es auch ruhig etwas später werden, bis wir abends wieder was bei den Pferden tun, es ist ja Sommer und immer lange hell.

 Für Bodenarbeit mit den beiden ist es heute auf jeden Fall viel zu warm.

Die Bilder hier sind schon ein paar Tage alt. Da war es kühl und Bodenarbeit richtig angenehm.

Aber bei dieser schwülen Hitze ist sowas selbst abends weder für Mensch noch für Tier gesund.

 Die beiden bewegen sich ja auch beim Weiden auf den inzwischen ja sehr großen Flächen, die ihnen nun immer zur Verfügung stehen, auch so genug.

Auch da laufen sie häufig mal Trab oder sogar Galopp, aber dann halt freiwillig und wie sie es selbst gern möchten.


In den kommenden Tagen soll das Wetter sehr wechselhaft sein.

Generell wird es etwas wärmer bleiben als in den Wochen zuvor, aber sonnig und trocken ist es nur heute.

Schon heute Nacht sollen die ersten Gewitter und Regenschauer kommen. Das wird immer im Wechsel mit Wärme und Sonne auch in den ganzen nächsten Woche so bleiben.

 Wir haben neulich Prima ausgemessen, jedenfalls so in etwa.

Samst der Ohren ist sie ca. 2,30 m - 2,40 m hoch, wenn sie den Kopf wirklich sehr hoch nimmt, was ja mal sein kann, wenn Pferde sehr aufgeregt sind.

Wir haben schonmal bei verschiedenen Baumärkten geschaut, was wir alles brauchen. Generell werden wir ca. 14 Pfosten, 39 Bretter, ungefähr 15 Quadratmeter Dachpappe und ungefähr 40 - 45 Quadratmeter Plane oder Windschutzfolie brauchen.

 So wie wir uns das vorstellen und wie es baugenehmigungsfrei bleibt, was ja sein muss, ist es am besten, nichts Fertiges zu kaufen.

Na ja .. wie das alles bald ausschauen wird, kriegt Ihr noch zu sehen. Die beste Ecke für diese fantasievolle Konstruktion haben wir uns auch schon ausgeschaut, denn es soll ja auch alles halbwegs windgeschützt stehen.

 Von den Preisen her sind auf jeden Fall die Baumärkte in der Umgebung die bessere Wahl. Wegen der Kleinteile müssen wir nochmal genau schauen.

Ich weiß noch genau, dass ich die mal bei der Planung für unseren Offenstall in Depenau vergessen habe, und die waren nicht wirklich billig.

So aufwendig wie unser Offenstall in Depenau mit Winkeleisen und pi pa po wird es aber nicht werden, sowas dürfte ich hier nämlich gar nicht aufstellen.

 Dort hatten wir es mit anderen Sachbearbeitern und dem Bauamt Plön an sich zu tun, die offensichtlich etwas toleranter sind als die in der Preetzer Ecke. Mag auch sein, es ist einige Jahre her und die Vorschriften sind härter geworden.

 Na ja .. ansonsten fällt uns außer der Tatsache, dass Chiwa plötzlich wieder ganz normale Zähne hat .. ich hatte das ja kürzlich hier erzählt, wie uns das erstaunt hat .. auch auf, dass beide sehr viel besser im Rückenbereich aussehen. Gerader, weniger verkrampft und so.

Ob das nun neben mehr Bewegungsfreiheit auf besserem Boden auch daran liegt, dass sie nicht mehr stundenlang verkrampft am Heunetz stehen müssen, ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber es ist auf jeden Fall gut.

 Was mich auch heute wieder wunderte war, wir haben ja nun immer beim Abstecken der einzelnen Weideabschnitte auch auf schattige Ecken geachtet, aber selbst vorhin, wo es doch irre heiß war .. die zwei Blödköppe standen in der prallen Sonne und dösten da, als wir kamen.

Die Schafe nebenan hatten sich alle in den Schatten verzogen .. nun gut, die tragen ja trotz der Schur nach wie vor nen Pulli sozusagen. Das Sommerfell von Pferden ist doch dünner .. und unsere beiden haben auch viel Wüstenpferd drin, vielleicht mögen die halt viel Sonne.


 Das Foto links von Jürgen und unseren zwei Lieblingen habe ich aktuell als Bildschirmhintergrund auf meinem PC ... das ist so schön geworden. Mein Mann sieht da auch so nett drauf aus und die beiden Hüs natürlich auch.

 Geld verdienen ist für die nächsten Wochen auch relativ gesichert, auch wenn wir aktuell noch ein paar schwere Tage vor uns haben .. geht aber so, wir kommen schon durch .. denn ich habe erstens wieder viel in unserem Koch-Team zu tun und außerdem darf ich einen kompletten Zooshop per Direct Orders mit Kategorietexten über die unterschiedlichsten Tierarten und die dazu angebotenen Produkte beschreiben.

Das wird Spaß machen und die Kasse klingeln lassen.


Da unten wird das Gras allmählich kürzer .. unsere Rasenmäher sind nämlich nach wie vor fleißig.

 Die letzten Bilder sind welche, die in die Ecken gehören, die wir immer laufen .. vom Auto zu den Hoppas oder von der Wohnung zum Parkplatz.

Die Gärten und die Knicks bieten ja immer viele schöne Fotomotive im Sommer.
Also bis bald ... wir leben so vor uns hin und jetzt mache ich nen Mittagsschlaf mit dem Jürgen, denn es ist heiß .. danach werden wir texten und abends wieder die Hoppas versorgen.

LG Renate
 

Sonntag, 17. Juli 2016

Können Heunetze Zahnschäden bei Pferden verursachen?

Eine persönliche Beobachtung

 Heute ist Jürgen und mir was Merkwürdiges aufgefallen, das ich Euch unbedingt erzählen möchte.

Und zwar im Zusammenhang mit der spontanen Überlegung, ob das Füttern aus Heunetzen unter Umständen zu Zahnschäden bei Pferden führen könnte.

Dazu muss ich Euch was über Chiwas Zähne erzählen, das uns zum ersten Mal irgendwann ein paar Monate nach dem Umzug in den vorherigen Pensionsstall aufgefallen ist.

 Und zwar sahen wir da, dass bei Chiwa einer der Frontzähne viel länger war als alle anderen.

Ich habe mich gewundert, weil mir das vorher bei ihr auch nie aufgefallen war. Nun schaue ich sicher unseren Pferden nicht laufend ins Maul, aber manchmal schon und der Jürgen auch.

Dass es was mit der dort vorgeschriebenen Fütterung in Heunetzen zu tun haben könnte, auf diese Idee bin ich allerdings erst heute gekommen.

 Unsere Pferde sind vorher noch nie in Heunetzen gefüttert worden, nur im letzten Pensionsstall in Reuterkoppel.

Als wir dorthin umgezogen sind, hat man uns davon nichts gesagt. Das war offenbar auch immer so, denn genauso wie wir wurden auch unsere unmittelbaren Miteinsteller mit diesem Wunsch immer erst nach einigen Wochen konfrontiert. Dann hieß es, es sei ja schade, die Pferde nicht in Heunetzen zu füttern, es würde zu viel Heu verschwenden und das sei ja teuer usw.

 Nun sind wir am 1. Mai ja auf unsere neue Pachtweide umgezogen. Dort hätten wir aktuell noch gar keine Möglichkeit gehabt, Heunetze aufzuhängen. Mitgenommen habe ich die Dinger durchaus und sogar überlegt, sie später irgendwo im Winterschutz der Pferde wieder anzuhängen.

Aber ich glaube, das sollten wir lassen.

Ihr seht, nach dem Umzug haben die Pferde ihr Ergänzungsheu in den ersten Wochen immer einfach auf dem Boden bekommen .. rechts.

 Ansonsten haben wir die Pferde von Anfang an halt grasen lassen, das auch zunehmend mehr und seit ein paar Wochen füttern wir gar kein Heu mehr dazu, denn Chiwa bekommt das Grasen gut und es ist offensichtlich nicht gefährlich für sie. Sie zeigt keine Anzeichen von Hufrehe oder den typischen Symptomen, die man bei entsprechender Erfahrung vorher durchaus sehen kann. Es geht ihr gut beim Grasen.

 Unser Weidebewuchs ist ein Mix aus vielen fruktanarmen Gräserarten, kaum Klee, viel Schafgarte und kleinem Sauerampfer, in den tiefer gelegenen Ecken auch Binsen dazwischen und einigen Kräutern.

 Ob bei Chiwa nun dieser eine so lange Zahn vorn kürzer geworden ist oder die anderen länger, ich habe keine Ahnung.

Auf jeden Fall schaute ihr Jürgen heute ins Maul und meinte verwundert, der komische Zahn sei nicht mehr da.

Ich habe dann auch nachgeschaut, der ist wirklich nicht mehr da. Ausgefallen ist er aber offensichtlich nicht, denn sonst müsste da ja eine Zahnlücke sein. Es ist aber keine Zahnlücke zu sehen.

 Oben futtern Chiwa und Prima ihr abendliches Strukturmüsli. Was anderes außer diesem Abendmüsli und morgens einigen Leckerlis oder welche bei der Bodenarbeit und dann dem Weidegras und in den ersten Wochen hier noch immer morgens eine Portion Heu haben Prima und Chiwa seit dem 1. Mai nicht gefressen.

 Definitiv sind Chiwas Zähne jetzt wieder normal geworden. Wie das zustande gekommen ist, ich habe wirklich keine Ahnung. Es ist aber so.

Ich war nun googeln und fand in einem Forum die Aussagen einer Frau, die sagte, ihre Freundin würde in einer Tierklinik für Pferde arbeiten und hätte ihr erzählt, dass die Fütterung aus Heunetzen bei vielen Pferden Zahnschäden hervorrufen würde.

Das habe ich heute zum ersten Mal so gelesen, weil ich gezielt danach gesucht habe.

 Nachdem ich genau weiß, dass mir bei Chiwa eine Weile, nachdem sie immer in Heunetzen gefüttert wurde, zum ersten Mal dieser komische Zahn bei ihr auffiel und nun wirklich beschwören kann, dass ich heute selbst nach Jürgen auch gesehen habe, der sieht wieder normal aus wie alle anderen, kommt für mich dafür nur eine Erklärung in Frage.

Chiwa ist das Fressen von Heu aus diesen Heunetzen wirklich nicht gut bekommen, denn es muss auf ihre Zähne gegangen sein.


 Ich habe mir deshalb heute spontan überlegt, dass diese Heunetze bei uns nicht wieder zum Einsatz kommen, sondern dass sie im Winter ihr Heu wieder normal lose bekommen werden wie früher.

Das scheint für die Zähne von Pferden nämlich tatsächlich besser zu sein.

LG
Renate