Sonntag, 17. April 2016

Was man nicht alles im Internet findet ... smile :)

Die "interessanten Links" einer Firma für Pferdestallbau

Auf der Suche nach bestimmten Formulierungen in einem für uns aktuell doch recht wichtigen Pensionspferdeeinstellvertrags, in dem die meisten Nebenabreden gar nicht festgehalten wurden wie beispielsweise die fast komplette Selbstversorgung der Tiere und unter Umständen auch von denen, deren Eigentümer aus dem näheren Umfeld des Stalltraktes eben solche Nebenabsprachen nicht so ernst genommen haben, krank oder beruflich zu eingespannt waren und so weiter, fand ich das Muster dazu im Internet wieder, und zwar auf der Seite der Firma unten als einer von drei "interessanten Links".

http://www.pferdebox-kaufen.de/

Falls jemand mal in die pdf hinein schauen möchte, es wurde nicht viel an diesem Vertrag geändert.

Bei den Pflichten des Vermieters wurden Stroh und Heu und Weidefläche bei entsprechender Witterung gelassen, nicht erwähnt, dass man bis auf das Rauslassen der Tiere fast alles alleine machen muss, Tränken wurde komplett gestrichen. Nun natürlich war Wasser da, aber jede Einstellergruppe musste sich eben selbst darum kümmern. Die mündliche Absprache, dass bei hohen Frostgraden und langen Frostphasen seitens der Stallbetreiber auch mit für genug nicht gefrorenes Wasser gesorgt würde, haben wir nicht ausprobieren können, da wir in den Wintern, in denen wir da waren, lediglich ab und zu einige Tage wenig Frost hatten und es ausreichte, dann mit Eimern aus einem der festen Ställe zwar mühsam, aber genug Wasser holen konnte, dass innerhalb der Boxen dann auch nicht so schnell einfror, dass es ein Problem geworden wäre.

Wie die mündliche Aussage, was wäre, wenn wir einmal krank werden, gemeint war, haben wir allerdings erlebt, dann als wir da in Schwimmen gekommen sind, hat sich unser Einstellvertrag dann sofort durch Krach und Kündigung seitens der Stallbetreiber erledigt. Es hieß, ja das wäre ja dann kein Problem. Es war leider ein Problem, das uns leider noch immer Probleme macht bis heute, auch wenn sie hoffentlich bald Vergangenheit sein werden.

Bei den Kosten und der Bezahlung wurde der Posten der Kontonummer gestrichen und lediglich durch den Wunsch nach grundsätzlicher Barzahlung ersetzt (immer ohne Quittung als Beleg, aber ausgenutzt ist das nicht worden, was ich der Wahrheit halber bestätigen möchte).

Ansonsten wurde nichts verändert, allerdings das Datum des Vertrages war nicht das, an dem wir ihn auch unterschrieben haben, denn das passierte erst, als unsere Pferde schon einige Tage in den neuen Stall umgezogen waren und nicht wie auf dem Vertrag zu vermuten schon fast 14 Tage vorher.

Wir haben damals froh, aus einem Stall mit ständig Schimmel im Futter weg gekommen zu sein, diesen Vertrag bis jetzt nie wirklich durchgelesen, sondern erst dann, als wir plötzlich unsere Kündigung bekommen haben, ohne uns einer Schuld bewusst gewesen zu sein und dann, als wir so schnell nichts anderes finden konnten, auch noch die Äußerung fiel, wenn wir die Pferde nicht bis zum 30.04.16 in einem anderen Stall untergebracht hätten, dann wären unsere Pferde "am 01.05.16 nicht mehr da", was wir beide genauso gehört haben.

Der Vertrag enthält viele für den Pferdehalter ungünstige Passagen und überwiegend welche, die eher günstig für den Stallbetreiber sind. Wenn man sich diesen Vertrag genau durchliest, gibt es aber auch Punkte, die bei näherer Betrachtung durchaus günstig für den Pferdeeinsteller sind.

Dazu gehört auch die Klausel, dass alle Vertragsänderungen schriftlich zu erfolgen haben, was dann logischerweise auch für den Preis gilt. Auch nicht nur ungünstig für den Pferdehalter ist die Passage, dass bei einer Preisänderung Widerspruch eingelegt werden kann. Ungünstig ist natürlich, dass dieser Widerspruch dann gleichzeitig einer Kündigung gleichgesetzt wird, was für den Pferdehalter immer ein größeres Problem darstellen dürfte als für den Pensionsstallbetrieb. Andererseits gibt diese Passage dem Pferdehalter ungefähr 2 Monate Zeit, sich nach der Mitteilung einer Preiserhöhung etwas anderes zu suchen, weil er zunächst einen Monat Zeit hat zu widersprechen und dann noch mindestens einen weiteren Monat oder länger (kommt auf den Eingang der schriftlich zu erfolgenden Preiserhöhung an), weil die Kündigungsfrist immer so ausgelegt wird, dass sie einen Monat zum Monatsende Laufzeit hat.

Zusätzlich sagt dieser Vertrag aus, dass man zwar eigentlich bis zum 10. im voraus bezahlen sollte, aber erst fristlos gekündigt werden darf, wenn man bis zum Monatsende immer noch nicht bezahlt hat.

Wer unter solchen Umständen damit bedroht wird, dass die Pferde bei Nichteinhalten der Kündigungsfrist an irgendeinen nicht näher bezeichneten Ort weg geschafft werden, kann dann bei allem vorher vielleicht aufgebauten Vertrauen auf die Idee kommen, sich so einen Vertrag einmal ganz genau anzuschauen und auch Passagen zu finden, die tatsächlich zugunsten des Pferdehalters ausfallen.

Es gibt Stallbetreiber, die dann "staunen, wie ein Pferdehalter nur so böse sein kann".

Tja .. das passiert, wenn man sein Pferd, das man ja liebt, in Gefahr sieht, weil man es ja schlecht einpacken und mit ins Wohnzimmer stellen kann und keinen anderen Platz finden kann.

Das passiert möglicherweise auch dann schon, wenn man sich selbst immer an mündliche Zusatzabsprachen gehalten hat, aber im Laufe der Zeit in so einem Stall ständig erlebt hat, dass im Gegenzug andere mündliche Nebenabsprachen seitens des Stallbetreibers eher nicht sonderlich ernst gemeint gewesen sind.

http://www.pferdebox-kaufen.de/Muster%20Pferdeinstellungsvertrag.pdf

Der nächste Link ist einer über das aktuelle Tierschutzgesetz in Bezug auf Pferde, das nicht nur den Pferdehalter, sondern auch alle anderen Menschen betrifft, die Pferde in Obhut haben, also unter anderem Züchter, Reitschulen und auch Pensionsstallbetreiber.

Hier ist in Deutschland der Gesetzgeber gefragt, der auf der einen Seite jedem Pferdehalter abverlangt, dafür zu sorgen, dass Pferde artgerecht gehalten werden und gut versorgt werden, aber kaum Gesetze geschaffen hat, es dem Pferdehalter leicht zu machen, sich gegenüber Pensionsställen durchzusetzen, wenn es entgegen der Absprache nicht so ist oder auch Hilfen anbietet, falls ein Pferdehalter einmal in einen finanziellen Engpass oder sogar in einen nicht mehr zu ändernden finanziellen Engpass gerät, denn das kommt in der Praxis ja doch gelegentlich vor.

Tierschutzorganisationen fordern schon lange von der FN, endlich einen Fond einzurichten, damit flächendeckend Schutzhöfe eingerichtet werden, in die Pferde in Not vorübergehend oder auch zur endgültigen Weitervermittlung bei entsprechenden Problemen gebracht werden können.

Für Hunde, Katzen und Kleintiere gibt es das, für Pferde aber nicht oder kaum.

http://www.pferdebox-kaufen.de/HaltungPferde.pdf

Auch die alten Tierschutzgedanken der FN sagen genau das aus, was sicherlich die meisten Pferdehalter ganz genauso sehen, aber sie bedenken dabei nicht, dass der "Freund fürs Leben Pferd" unter Umständen über 30 Jahre bei seinem Halter bleibt und sich in dessen Leben in diesen mehr als drei Jahrzehnten viel ändern kann. Die wenigsten Menschen werden sich in einer wirtschaftlich unsicheren Lage ein Pferd anschaffen, aber die Wirtschaft in Deutschland ist nun einmal nicht mehr das, was sie mal war, und dem sollte doch bitteschön auch die FN einmal Rechnung tragen, indem sie sich Gedanken darüber macht, gerade den Schutz von Pferden, die unsere Freunde sind, sicherzustellen.

http://www.pferdebox-kaufen.de/DieEthischenGrundsaetzedesPferdefreundes.pdf

Der Vertrag oben stammt übrigens aus der Feder von Eberhard Fellmer, der nach meiner Recherche offensichtlich ein Pferdefreund gewesen ist.

Ich frage mich allerdings, warum er dann so sehr die Stallbetreiber vertreten hat und nicht die Pferdehalter.

Natürlich verdient ein Rechtsanwalt immer besser daran, wenn er den wirtschaftlich Stärkeren vertritt, und das werden vermutlich meistens die Stallbetreiber sein. Ob das allerdings im Sinne der dort eingestellten Pferde ist, sei dahin gestellt, denn deren Halter wollen selten etwas Schlechtes für ihre geliebten Pferde, sondern versuchen nur ihre Rechte durchzusetzen, die fast immer in erster Linie darin bestehen, für den bezahlten Stallpreis auch die abgesprochene und artgerechte Haltung ihrer Pferde zu bekommen.

In den ethischen Grundsätzen der FN, die ich oben verlinkt habe, steht übrigens ausdrücklich drin, dass Pferde jeder Rasse oder ohne Rassezugehörigkeit und auch alte Pferde die gleiche Achtung verdient hätten wie alle anderen Pferde.

Tja liebe FN .. dann tut doch mal was für die Pferde im Gnadenbrotalter oder kranke, und zwar auch dann, wenn ihre Halter es nicht immer ganz leicht haben dafür zu sorgen, dass auch diesen Tieren eine artgerechte Haltungsform zukommen kann. Ihr werdet ja wohl nicht wollen, dass sie durch einen Stallbetreiber, der ein Pfandrecht an ihnen erwirbt, ins nächste Schlachthaus gebracht werden können.

Der Halter so eines Pferdes will das bestimmt nicht, selbst wenn er einmal in einen finanziellen Engpass gerät.

http://pferd-und-sport.de/archiv/ausgaben-2007/mai/eberhard-fellmer.html

LG Renate




Freitag, 15. April 2016

Der neue Weg zum Stall - Teil 2

Jetzt ist es sicher, wir haben die Weide bekommen

 Die Wegstrecke am Postsee entlang habe ich Euch ja nun schon gezeigt, nun geht es weiter mit der Straße, in die man in Richtung der Preetzer Feldmark abbiegt. Da wo Jürgen steht, ist es noch ziemlich am Anfang.

 Da waren wir auf der Höhe des Ruschradenredder, wo es einen Reiterhof gibt, der eher für die Leute mit richtig viel Geld gedacht ist und unser Budget weit übersteigen würde.

 Nach der nächsten Wegkreuzung in Richtung unserer Wiese.

Als wir 2012 anfingen, damals noch ja von Boksee aus über Dinghorst und dann von dort bis nach Klein-Kühren zu laufen, haben wir uns auf der Ecke mal fürchterlich verlaufen, und das nach 13 km Wegstrecke .. was waren wir da müde und erschöpft.

Inzwischen kennen wir die Feldmark schon etwas besser und wissen dieses Mal genau, wo wir lang müssen.



 Wo ich gerade dieses Schild sehe ... das ist die Adresse, wo ich früher von Depenau aus immer Heu und Stroh gekauft habe, und zwar von allerbester Qualität. Falls der alte Mann es heute immer noch macht, vermute ich allerdings, er wird nur noch Kleinstmengen für Kaninchen und Meerschweinchen machen .. aber fragen geht ja immer.

Noch haben wir nämlich keine Adresse, die jetzt im späten Frühling noch was anzubieten hat, und wir brauchen ja altes, denn das neue ist noch nichtmal gemacht geschweige denn abgelagert.


 Eine andere Schafskoppel als die neben uns .. noch ein Stück weiter weg.

 Das oben ist das Weidestück, das zwar verpachtet ist, aber eigentlich nicht genutzt wird und wo die Eigentümerin mal für uns fragen will, ob wir es vielleicht unterpachten können. Da wäre ein Stall drauf und es wäre eine gute Ergänzung zu der Weide, die wir schon bekommen haben. Daneben ist ein Spargelfeld.

 Oben sieht man schon von ganz weit weg unser Weidestück.

 Und da sind wir angekommen. Das Weidestück, was wir bekommen können, ist das links vom Zaun.

Die Zäune sind hoch und ausbruchssicher, aber da Wildschutzzaun, nicht unfallsicher ... wir müssen erstmal klein anfangen diesen Monat, habe zunächst mal begonnen, Steckpfähle, Litze und Torfedern zu kaufen, mehr Geld hatten wir nicht mehr und nun nur noch eine kleine Summe für eine kleine Portion Heu für die ersten Tage .... mehr können wir erst Anfang Mai kaufen, da aber auch die Pacht bezahlen und viel mehr dann erst ab Juni .. aber das ist halb so wild. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

 Das ist ein Blick von der Straße aus auf unser Weidestück. Irgendwo dort müssen wir uns einen eigenen Eingang bauen. Ich denke erstmal provisorisch, damit wir überhaupt rein kommen und richtig ordentlich dann im Juni, weil ein stabiles Tor ja nicht umsonst ist.


Die Schafe haben jetzt übrigens ganz viele süße Lämmer.

Gleich geht es weiter mit Teil 3.

LG Renate

Donnerstag, 14. April 2016

Der neue Weg zum Stall - Teil 1

Wenn alles klappt, ist der auf jeden Fall erstmal ruhiger

Morgen hat Jürgen ja nachmittags einen Termin, um unseren neuen Pachtvertrag abzuschließen und na ja ... es wird schon gut gehen, denn am Telefon hat der Verpächter ja schon ja gesagt.

Wir sind nur beide so nervös, weil so viel Druck dahinter steht, falls es doch nicht klappen sollte.

Auf jeden Fall haben wir heute schonmal genau geschaut, was wir alles brauchen werden, damit die Pferde dort auch einziehen können.


Als wir dort waren, habe ich gleich mal die Gelegenheit genutzt, um mal zu fotografieren, wie wir dann laufen.

Es ist ungefähr genauso weit wie jetzt auch, aber nicht mehr an der B 76 lang, sondern durch eine viel schönere und ruhigere Gegend. Das Problem, dass man über Tag nicht über die Straße kommt, ist dort auch nicht da.




Na ja ... es geht zunächst von uns aus dann durch unseren kleinen Park in Richtung Postsee, wo zur Zeit überall die Frühblüher am blühen sind.










Wir müssen beim Rückumzug fast die gleiche Strecke mit beiden wieder zurück, wie Jürgen und Ela im Dezember 2013 mal in die andere Richtung mit Prima alleine gelaufen sind.

Ich habe heute aber nur die Strecke aufgenommen, die wir laufen werden, wenn die Pferde schon da sind. Das andere Stück kommt ja nur am direkten Umzugstag mit den beiden Pferden an der Leine dazu .. und gottlob ist es dann nicht Prima alleine, die man übernervös da lang führen muss, sondern Chiwa dabei, was Prima sicher helfen wird, etwas ruhiger zu bleiben.

Ich zeige Euch heute aber erstmal nur ein Stück von dem Weg .. morgen geht es dann da weiter, denn es ist schon spät und wir gehen gleich schlafen.

Die Zierkirschen blühen auf dem Weg zur Zeit überall in den Gärten, es sieht wunderschön aus, nicht?





Das ist wieder die Brücke, wo Prima damals so nervös war ... aber rüber gekommen sind wir da ja schon zweimal mit ihr, und zwar als sie mit uns nach Klein-Kühren zog und auch als sie wieder mit Jürgen und Ela zurück bis nach Reuterkoppel gelaufen ist.

Es wird schon klappen. Chiwa ist ja auch dabei, und die hat keine Angst vor Brücken.




Nach der Brücke geht es dann erstmal eine Weile am Postsee lang.

Die Zäune um die neue Koppel sind übrigens nicht niedrig. Allerdings sind das Wildschutzzäune und zum Teil noch Doppelzäune, nämlich hinter den Wildschutzzäunen zum Teil auch noch Stacheldraht.

Alles richtig hoch, also rüber springen würde da auch Prima nicht.


Wir werden zunächst mal nicht die ganze Koppel absichern, das würde jetzt vorm Ersten zu viel kosten, sondern nur einen Teil, wo man teils in die Pfähle Abstandshalter vor den Wildschutzzäunen lang einschrauben kann und dann ein Stück rüber Steckpfähle, so dass sich nur eine bestimmte Fläche zum Grasen ergibt.

Dort gibt es dann auf jeden Fall auch Heu dazu, denn Chiwa soll sich ja nicht gleich überfressen und womöglich von zu viel jungem Gras Hufrehe kriegen.


Oben der Oldtimer sieht toll aus, nicht? Deshalb habe ich den mal aufgenommen.

An Lidl kommen wir auch vorbei, wenn wir den neuen Weg zur neuen Koppel laufen. Von dort aus ist es übrigens nicht weit bis zum Grab meiner Mutter, wohin dann auch ein Abstecher kein großer Umweg ist.

Kurz danach geht es dann aber nicht mehr durch die Stadt, sondern dann ab in eine sehr schöne Naturecke von Preetz.

Mit diesem tollen Zen-Garten, an dem wir dann auch immer lang kommen werden, höre ich heute dann mal auf, weil wir jetzt doch schlafen müssen.

Kurz danach geht es dann ab in die Botanik, und die Bilder zeige ich Euch dann morgen als nächste.

Nur noch ein abschließens Wort.

Also die neue Weide besteht soweit man es über den Zaun sehen kann, nicht aus Klee, sondern gutem Gras. Nur weiter in der Mitte ist eine tief gelegene Ecke, wo Binsen wachsen.

Ich glaube, da gibt es auch einen Mini-Teich, aber um sich das genau anzuschauen, müssen wir rauf können.
Sollte sich um den Teich rum und in der Binsen-Ecke Sumpfschachtelhalm befinden, kann man das aber abzäunen, denn die Weide ist ja sehr groß. Zum Knick hin liegt sie hoch und sieht so aus, als ob es da auch im Winter trocken bleiben sollte .. falls das mit dem weiteren Alternativstück, das wir noch für den Winter in Aussicht haben, doch vielleicht nichts wird.

Erstmal ist aber wichtig, dass wir dieses Sommerstück bekommen.

Bis bald mit mehr Bildern.

Nachti
Renate

Mittwoch, 13. April 2016

Verfahrensfreie Bauvorhaben in Schleswig-Holstein nach § 63 LBO

Was die Landesbauordnung noch erlaubt


Das sieht gar nicht so schlecht aus.


Daraus mal:

Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein
(LBO)1)
Vom 22. Januar 2009

§ 63

Verfahrensfreie Bauvorhaben, Beseitigung von Anlagen

(1) Verfahrensfrei sind
1.
folgende Gebäude:
a)
Gebäude ohne Aufenthaltsräume, ohne Toiletten und ohne Feuerstätten mit Ausnahme von Garagen, Verkaufs- und Ausstellungsständen bis zu 30 m³ - im Außenbereich bis zu 10 m³ - umbauten Raumes,
b)
notwendige Garagen nach § 6 Abs. 7 Satz 1 sowie notwendige Garagen in den Abmessungen des § 6 Abs. 7 Satz 2, auch jeweils einschließlich nach § 6 Abs. 7 Satz 1 Nr. 3 genutzter Räume bis zu 20 m² Grundfläche,
c)
landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder erwerbsgärtnerisch genutzte Gebäude ohne Aufenthaltsräume, ohne Toiletten und ohne Feuerstätten bis zu 4 m Firsthöhe, wenn sie nur zur Unterbringung von Ernteerzeugnissen, Geräten oder zum vorübergehenden Schutz von Tieren bestimmt sind,
d)
Gewächshäuser bis zu 4 m Firsthöhe,
e)
Fahrgastunterstände, die dem öffentlichen Personenverkehr oder der Schülerbeförderung dienen,
f)
Schutzhütten für Wanderer, die jedermann zugänglich sind und keine Aufenthaltsräume haben,
g)
ebenerdige Terrassenüberdachungen mit einer Fläche bis zu 30 m² und einer Tiefe bis zu 3 m,
h)
Gartenlauben in Kleingartenanlagen im Sinne des § 1 Abs. 1 des Bundeskleingartengesetzes vom 28. Februar 1983 (BGBl. I S. 210), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Gesetzes vom 19. September 2006 (BGBl. I S. 2146),
i)
untergeordnete bauliche Anlagen zur Aufnahme sanitärer Anlagen auf Standplätzen von Camping- und Wochenendplätzen bis zu 15 m³ umbauten Raumes, wenn hierfür entsprechende Festsetzungen in einem Bebauungsplan getroffen worden sind;

Warum meine Freundin in Nettelsee ein Carport auf der Weide hatte

Verfahrensfreie Bauvorhaben


Für Hoppas braucht man nach Möglichkeit ein Dach überm Kopf, eine Ecke fürs Heu ist ebenfalls nicht schlecht.

In Nettelsee hatte meine Freundin ihren drei Pferden ein Carport gebaut.

Warum sieht man hier:


Daraus mal, um es schonmal festzuhalten.

Leistungsbeschreibung

Bestimmte Bauvorhaben sind gem. § 63 Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO) verfahrensfrei (genehmigungsfreie Bauvorhaben).
Dazu gehören unter bestimmten Voraussetzungen Anlagen wie
  • notwendige Garagen,
  • überdachte notwendige Stellplätze,
  • Sichtschutzwände,
  • Einfriedigungen (Zäune),
  • Gewächshäuser,
  • Brunnen,
  • Schwimmbecken oder
  • vorübergehend aufgestellte Gerüste oder Fahrradabstellanlagen.
Bei diesen Bauvorhaben handeln die Bauherrinnen/Bauherren eigenverantwortlich. Das heißt, sie haben von sich aus sicherzustellen, dass die von ihnen errichteten oder geänderten Anlagen den öffentlich-rechtlichen Vorschriften, zum Beispiel den Festsetzungen eines Bebauungsplanes, nicht widersprechen.
Bei Abweichungen von Vorschriften des Bauordnungsrechts (§ 71 LBO) oder erforderlichen Ausnahmen oder Befreiungen von Vorschriften des Bauplanungsrechts (§ 31 Baugesetzbuch – BauGB), sind diese vor Baubeginn schriftlich bei der unteren Bauaufsichtsbehörde zu beantragen und zu begründen.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren gemäß Landesverordnung über Verwaltungsgebühren in Angelegenheiten der Bauaufsicht an. Genaue Auskünfte hierzu erteilt die zuständige Stelle.

Rechtsgrundlage

  • §§ 63 und 71 Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO),
  • § 31 Baugesetzbuch (BauGB),
  • Landesverordnung über Verwaltungsgebühren in Angelegenheiten der Bauaufsicht (Baugebührenverordnung – BauGebVO), Tarifstelle 4,
  • § 1 Landesverordnung zur Übertragung von Aufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörde auf amtsfreie Gemeinden und Ämter (8. VO-LBO).

Anträge / Formulare

Anträge können formlos gestellt werden.

Was sollte ich noch wissen?

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, muss einem eventuellen Antrag auf Abweichung oder ähnlichem entsprochen worden sein.
Darüber hinaus sollten Sie vorab klären, ob für ihr Vorhaben nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erforderliche Genehmigungen, Zustimmungen, Bewilligungen und Erlaubnisse vor Baubeginn einzuholen sind, wie Genehmigungen nach der Abwasserbeseitigungs- oder Baumschutzsatzung der Gemeinde, dem Denkmalschutzgesetz oder Landesnaturschutzgesetz. Auskünfte hierüber erteilen die zuständigen Stellen.

Zuständige Behörde

Abteilung Bauaufsicht »
Bauamt
Hamburger Straße 17-18
24306 Plön
Karte anzeigen
Telefon: 04522 743-521
Fax: 04522 743-95-555
E-Mail schreiben oder Formular

Montag, 11. April 2016

Jakobskreuzkraut bloß nicht Überhand nehmen lassen

Wie man das Zeug bekämpft und zur Not auch wieder los wird

Ich bestücke das hier mal mit einigen alten Fotos von einer Weide in Dinghorst, wo wir vorübergehend einen Monat lang waren und damals auch Jakobskreuzkraut, das dort noch in bekämpfbaren Mengen vorkam, ausgerissen haben.

Weil gestern haben wir uns eine Weide angeschaut, die zwar auch aufgrund von viel zu viel Klee für ein Rehepferd wie Chiwa und keine Möglichkeit, sie in einen separaten Auslauf und nur mit wenig Weidegang auf so einer Weide zu halten, ungeeignet gewesen wäre. Aber gefährlich für jedes Pferd war dort die Unmenge Jakobskreuzkraut.
Wenn das Zeug blüht oder auch wenn es ganz jung ist, sieht es noch anders aus. Dieses hatte damals kurz vor der eigentlich Blüte die ideale Größe, um es auszureißen.

Wenn man das oft genug macht, wird man es wieder los. Jakobskreuzkraut hat recht tief gehende Wurzeln, deswegen ist Ausbuddeln wegen der Gefahr, dass sich Pferde dann später in solchen Löchern die Beine brechen, nicht die perfekte Lösung und sticht man es zu flach ab, kriegt man es nicht weg, sondern erreicht sogar das Gegenteil, es wird buschig.
Für Pferde ist Jakobskreuzkraut besonders giftig und deshalb auch so gefährlich, weil sich dieses Gift im Körper ansammelt und langsam die Leber kapputt macht. Sie fressen es zwar eigentlich nicht, aber es genügen auch schon winzige Happen, um den Pferde extrem zu schaden. Wenn das in Unmengen irgendwo wächst, würde ich vermuten, dass es doch vorkommt, dass beim Grasen das eine oder andere Blatt mit in den Pferdemagen rutschen kann. Ob sich das Zeug nicht womöglich in solchen Mengen dem Boden mitteilt, ich weiß es nicht, aber wäre mir auch schon deswegen zu unsicher.

Ich habe die Erfahrung gemacht, ausreißen geht gut, wenn der Boden vom Regen nass ist, dann kriegt man Jakobskreuzkraut meistens samst Wurzel raus.

Man soll es dann verbrennen oder so vernichten, dass es ganz sicher nicht mehr woanders weiterwachsen kann.

Wo oft gemäht wird, und das aber vor der Blüte, kann es sich nicht entwickeln, denn es vermehrt sich durch Saat.


Jetzt schreibt aber z. B. die Landwirtschaftskammer über das Mähen oder so Bekämpfen, man darf das nicht zu früh machen, dann bleiben die Rosettenpflanzen unter Umständen jahrelang am Leben, denn die sind nur dann zweijährig, wenn sie erst kurz vor der Blüte abgemäht werden. Zweimal jährlich mähen kurz vor der Blüte soll helfen, das Zeug zurückzudrängen, wenn es sich auf einer Weide so heftig vermehrt hat, dass man anders nicht mehr dagegen an kommt.

Das gestern war so viel, ich würde sagen, dass auf jedem einzelnen Quadratmeter mindestens eine Pflanze stand, alle buschig oder fast alle, eher mehr ... es wäre fast unmöglich gewesen, dem Zeug da noch irgendwie Herr zu werden.

Chemisch kann man es auch bekämpfen, aber Mittel wie Banvel usw. darf man ja nicht anwenden, wo noch Pferde rumlaufen ... das Land muss lange ruhen, bevor da wieder Pferde rauf können.

Ich erinnere mich gut an eine Schilderung in meinem alten Hufrehe-Forum, wo eine Frau erzählt hat, dass Ihr Pferd nach dem Einsatz von Banvel von jemand auf so ein Weidestück gestellt worden ist und qualvoll an einer nicht zu heilenden Hufrehe gestorben ist.

Insofern .. man kann so eine Weide sicher mit Mähen oder auch chemisch irgendwann wieder in den Griff kriegen. Beides würde ich allerdings meinen, ist eine Maßnahme, die bedeutet, dass Pferde da erstmal nichts drauf zu suchen haben, bis die Weide wieder JKK-frei ist. Erst dann kann man vielleicht darüber nachdenken, sie wieder als Weide zu nutzen.

Ich verlinke mal die Info von der Landwirtschaftskammer.


Hier ist noch ein zweiter Link mit Tipps, was man gegen JKK tun kann.


.....

Generell beim Aussuchen von Weideland immer genau hinsehen, bevor man ja dazu sagt.

Momentan sind wir dabei, uns vielleicht mit Glück eine Pachtweide zu angeln .. aber der Bauer, dem sie gehört, ist echt gut im Feilschen.

Er stellte sie total günstig ins Net .. ging stundenlang nicht ans Telefon, es war immer besetzt. Dann sagte er, eine Nachbarin hätte Interesse, aber ich könnte nach dem Wochenende nochmal fragen.

Da hieß es dann der Preis sei nicht richtig, es sei der Preis pro Hektar .. es wäre sonst wirklich ein echtes Schnäppchen gewesen.

Also konnte ich meine Telefonnummer zwecks eventuellem Rückruf hinterlassen.

Bin gespannt, ob die Feilscherei noch weitergeht ... auch bissel teurer wäre es immer noch günstig ... aber nur dann, wenn da nicht auch sonstwas an Zeugs wachsen sollte, was nicht auf eine Weide gehört, denn gesehen habe ich sie ja noch nicht.

Also erstmal abwarten und bevor ich irgendwas festmache, natürlich genau anschauen, was da denn wächst.

Ist sie, da an der B 404 gelegen, zu stark mit JKK durchsetzt, Finger weg.

Aber immer positiv denken, ich hoffe, sie ist es nicht, sondern in Ordnung und dass ich sie auch kriege, was ich leider nach wie vor nicht weiß.

LG Renate

Samstag, 9. April 2016

Solche Überraschungen mag ich nicht ...

... auch wenn es nun kein regelrechtes Drama ist


Ich habe diesen Monat mal ein anderes Müsli für unsere Hoppas gekauft.

Das heißt Alm-Glück, stammt von Sigl-Horse und sah laut den Inhaltsangaben bei Pferdefutter.de so aus, als ob es komplett natürlich wäre und da keine künstlichen Sachen drin sind.

Es waren nämlich unter Inhaltsangaben nur die analytischen Bestandteile aufgeführt.

War ca. 2 Euro billiger, Bierhefe drin, auch Leinsamen für Omega-3, viele Kräuter, ich dachte, ich probier es mal aus.

Die Hüs mögen es auch, schmeckt also gut.

Aber !!!!!

Nun habe ich mir dann den Zettel auf der Tüte abgerissen, die Angaben klar so viel, dass eine ältere Frau mit Brille wie ich dazu ne Lupe bräuchte, also erstmal auf meinen Schreibtisch gelegt und heute auf der Homepage der Firma nachgeschaut, was denn da eigentlich sonst noch alles drin ist.

Tja .... z. B. Vitamin K3 !!!! Grrrrr !!!!!

Wo doch nun wirklich schon jahrelang bekannt ist, das Zeug ist nicht gesund und für Menschen ist das deswegen schon endlos lange verboten.

Auch die Mineralstoffe sind anders als bei denen von St. Hippolyt nicht alle ganz natürlich wie Chelat-Verbindungen und so, teils zwar ja, aber teils auch nicht.

Fazit:

Wenn Pferdefutter.de mir den Link zum bewerten dieses Produkts schickt, werde ich da rein schreiben, das kaufe ich nicht wieder, weil wichtige Inhaltsangaben fehlen wie z. B. wegen Vitamin K3 oder künstlichen Mineralstoffen.

Na ja .. und das kaufe ich sicher nicht wieder, sondern beim nächsten Mal lieber wieder mein gewohntes Vitalmüsli Beste Jahre von St. Hippolyt, wo ich genau weiß, die achten auf Natur.

LG Renate