Sonntag, 12. Juli 2020

Erinnerungsfotos vom Sommer 12

Eine von zwei abenteuerlichen Wanderungen

Das wird jetzt mal ein etwas kürzerer Text mit nur ein paar Fotos.

Viele Fotos zu machen, wäre gar nicht möglich gewesen, denn diese kleine Tour von einem Pensionsstall in den nächsten war schon recht abenteuerlich und ich hatte genug damit zu tun, auf Chiwa aufzupassen und Jürgen noch, auf Prima aufzupassen.

Da man Prima nicht reiten kann, ging es kilometerweit zu Fuß von Boksee bis nach Dinghorst.
Oben sind wir noch im 2. Stall in Boksee, aber schon dabei zu starten. Rechts waren wir dann bereits unterwegs, aber noch in der Nähe der Koppel, wo Prima mit der anderen Gruppe gelebt hatte.

Die Pferde waren natürlich irre nervös, da es von ihren alten Pferdefreunden weg ging, zumal beide im 2. Stall in Boksee und auch im 1. davor schon anders als halt zugesagt, nie mal zusammengelaufen waren, sondern es nur kannten, dass Jürgen und ich kamen und dann gemeinsam mit ihnen was auf dem Reitplatz taten oder auch gemeinsam spazierengingen.
Wir hatten schon geübt, auch längere Spaziergänge mit beiden zu machen, weil wir ja vorhatten, weg von Boksee und nach Möglichkeit dann auch in die Nähe von Preetz umzuziehen, also in einen Pensionsstall, wo es auch möglich sein sollte, dort mal ohne Auto hinzukommen, sollte unser Auto mal nicht laufen.

Das war in Boksee aufgrund der katastrophalen öffentlichen Verkehrsmitten hier nämlich nicht möglich gewesen.
Wir hatten was in dem kleinen Dorf Dinghorst gefunden, das nicht weit von Preetz weg lag. Wir mussten nun ca. 8 km zu Fuß mit den Pferden laufen.

Es wirkte superidyllisch dort. Ihr werdet das noch sehen, wenn ich den nächsten Beitrag schreibe. Dennoch war das, was uns da erwartete, ein Trugschluss, und was für einer.

Die schönen Bilder von diesem eigentlich traumhaft schönen Ort täuschen nämlich.
Diese Betreiber des Pensionsstalls dort haben uns nämlich nicht gesagt, dass die eiskalt vorhatten, unsere beiden Stuten dort mit einem Hengst auf die gleiche Weide zu stellen.

Ich habe wirklich schon viel erlebt, aber sowas ernsthaft noch nicht. Und als wir hier losgingen, ahnten wir nichts davon, sondern hielten dieses Tier für einen Wallach.

Na ja .. man lernt wirklich nie aus im Leben.
Dazu kam noch, die wohnten in Kiel und hatten dort noch einen Pensionsstall. Die waren also gar nicht da, um sich vernünftig um ihre Pensionspferde zu kümmern. Und dann hatten sie für diesen Hengst noch ein kleines Mädchen als Reitbeteiligung. Schlimmer geht es also immer und wir wanderten da wirklich vom Regen in die Traufe. Aber wir ahnten da noch nichts Böses.
Wir musste von Boksee aus über die B 404 und ausgerechnet an der Ampel ließ ein Laster dann auch noch Druckluft ab. Chiwa stand senkrecht im Führstrick .. aber wir kamen dennoch mit beiden Pferden heile über die Straße.

Es ging dann durch den Havighorster Forst.

Eigentlich hatten wir ein Picknick eingepackt, aber dann sahen wir ein Rudel Damhirsche und haben uns überlegt, los durch durch diesen Wald, bevor uns womöglich noch Wildschweine begegnen oder so ein Rudel Hirsche anfängt zu rennen.
Wir waren so viel schnell da als vermutet.

Und als wir im Stall ankamen, war von den Stallbetreibern nichts zu sehen.

Chiwa und Prima haben wir gottlob nicht sofort zu den beiden Pferden rechts auf die Weide gestellt. Der Schimmel war nämlich der Hengst, von dem ich sprach.

Wir warteten also. Es kam dann ein Mieter, der bei dem Bauern wohnte und erzählte uns, das ist ein Hengst . und wir dachten, wir fallen vom Glauben ab.
Irgendwann tauchten dann die Stallbetreiber auf und wir besprachen, keinesfalls unsere Stuten zu einem Hengst.

Schließlich wollten wir keine Pferde züchten, schon ganz und gar keine Mischlinge mit einem Andalusier.

Unsere Stuten waren erstens nicht mehr jung, Chiwa wäre auch viel zu klein für so ein Großpferd gewesen und außerdem hatten wir in den beiden ja zwei Rassepferde.



Wenn also züchten, wäre es ja absurd gewesen, als Vater so eines Fohlens nicht dann einen der gleichen Rasse wie die Stute auszusuchen.

Aber das hatten wir ja auch gar nicht vor.

Die zwei meinten doch glatt, wenn die beiden nicht rossen würden, könnte man sie doch zusammen laufen lassen.

Was da sonst noch alles passierte in nur einem Monat, werde ich Euch erzählen, wenn ich die Fotos von diesem einen Monat zeige.

Die Tour von dort in den nächsten Stall würde 11 km lang sein .. und da Chiwa inzwischen von dem Hengst schon 2 x verletzt worden war, würden wir die Hals über Kopf mit einem leicht lahmenden Pferd machen müssen, denn es ging nicht anders. Zeit war keine mehr.

Na ja .. dazu dann bald.

Fotos von der 2. Tour gibt es nicht, da hatte ich bei dem Stress vergessen, eine Speicherkarte in meine Kamera einzulegen.

LG
Renate

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